Lungenheilkunde

Da bleibt einem die Luft weg – viele von uns kennen das. Ob bei Belastung oder in Ruhe, das Gefühl der nicht entspannten Atmung ist bedrohlich. Die Ursachen können vielfältig sein und ein Termin bei einem Spezialisten für Lungenerkrankungen kann zu einer Diagnose und gegebenenfalls raschen Therapieeinleitung führen. Hier finden Sie Informationen über unsere Möglichkeiten bei der Diagnostik.

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Lungenfunktion

Die Lungenfunktionsdiagnostik ist eine nur sehr wenig belastende Untersuchung. Sie dient der Untersuchung der Atemwege und der Lunge. Dabei unterscheidet man eine einfache Spirometrie (Messung der Luftflüsse in den Atemwegen) von der Bodyplethysmographie (Messung der Druckverhältnisse im Brustkorb). Außerdem gibt es noch Untersuchungen für spezielle Fragestellungen wie die Diffusionskapazität (Übertritt von Atemgasen aus den Lungenbläschen in die Gefäße der Lunge) oder der Funktionalität der Atemwege (Provokation bzw. Bronchospasmolyse)

Spiroergometrie

Diese Belastungsuntersuchung kombiniert Techniken der Lungen- und Herzdiagnostik mit einer Belastung auf einem Fahrradergometer. Unter Belastung können die Funktion von Herz und Kreislauf sowie der Lunge, aber auch der Muskulatur und des Willens überprüft werden. Neben konkreten medizinischen Fragestellungen wie die Belastbarkeit vor einer Operation können auch Leistungsüberprüfungen, z.B. ein messbarer Trainingserfolg dargestellt werden. Die Untersuchung dient in erster Linie zur Abklärung unklarer Atemnot.

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Bildgebung

Bei den Erkrankungen des Brustkorbs ist die Bildgebung (Radiologie) von besonderem Wert, da man so mehr Einblick in das Geschehen erhält. Die Methoden unterscheidet man nach strahlengestützten Verfahren (Röntgen, Computertomographie, Positronen-Emissions-Tomographie) von nicht strahlenabhängigen Methoden (Ultraschall, Magnetresonanztomographie). Je nach Verdacht kommen die einzelnen Verfahren zum Einsatz.

Bronchoskopie

Die Spiegelung der Atemwege dient diagnostischen und therapeutischen Zwecken. Die Ursprünge reichen bis in das Jahr 1895, als Gustav Kilian erstmals die starre Spiegelung anwendet. In den folgenden Jahren wird das therapeutische Instrumentarium ständig erweitert, jedoch bleibt die starre Spiegelung ein richtiger „Eingriff“, der auch eine Narkose notwendig macht. Ab 1965 entwickelt Shigeto Ikeda die flexible Endoskopie. Er machte sich die lichtleitenden Eigenschaften von Glasfasern zunutze, die einerseits Licht in den Patienten, zum anderen das Bild zum Untersucher transportieren. Hierzu ist nur ein leichter Schlaf notwendig (leichte Sedierung). Die Spiegelung mit flexiblen Endoskopen ist heute Standard. Die starren Bronchoskope werden aber bei besonderen Fragestellungen und vor allem bei komplexen therapeutischen Eingriffen eingesetzt. In der Praxis führen wir normale diagnostische Spiegelungen mit HD Endoskop und digitaler Bildbearbeitung zur Beurteilung von Schleimhautauffälligkeiten durch. Für weitergehende Fragestellungen oder aber therapeutische Eingriffe nutzen wir die bestens ausgestattete Endoskopieeinheit am Ostalbklinikum.

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Allergietestung

Hierbei können vermutete Auslöser einer Allergie gezielt getestet oder die häufigsten Allergene spezifisch untersucht werden. Dies ist die Voraussetzung bei der Diagnose einer Allergie und Grundlage für eine spezielle Form der Therapie bei nachgewiesener Allergie: die spezifische Immuntherapie (früher Hyposensibilisierung).